Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Für den Fall, dass „das Kind bereits in den Brunnen gefallen“ ist, steht in Hessen ein therapeutisches Hilfesystem zur Verfügung, das sich durch Behandlungsvielfalt und individuelle Therapiegestaltung auszeichnet. So gibt es z.B. Einrichtungen speziell für Frauen mit Kindern oder für Minderjährige.
Für Heroinabhängige, die nicht in der Lage sind, ihren Konsum einzustellen, werden sogenannte niedrigschwellige Hilfeangebote vorgehalten. Die Verabreichung von Methadon ist ein weiterer Baustein des hessischen Suchthilfesystems.
Arbeits, Wohn- und Ausbildungsprojekte komplettieren das Angebot der hessischen Suchthilfe.
Neben den Angeboten der professionellen Suchthilfe spielen die Selbsthilfegruppen eine ganz wichtige Rolle. Sie erfüllen Aufgaben der Vor- und Nachsorge und bieten ambulante Hilfe für diejenigen Suchtkranken an, die aus eigener Einsicht und ohne stationäre Behandlung ihre Abhängigkeit überwinden wollen.
Suchtvorbeugung oder Suchtprävention hat die Aufgabe, suchtfördernde Umstände zu erkennen und ihnen frühzeitig mit gezielten Angeboten entgegenzuwirken. Grundlage von Suchtprävention als Teil von Gesundheitsförderung ist ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit. Primäre Suchtprävention muss frühzeitig ansetzen (z.B. in den Kindertagesstätten); sie stellt nicht den Stoff, die Droge in den Mittelpunkt, sondern den Menschen, seine Lebensgeschichte und mögliche Ursachen für süchtiges Verhalten. Die regionalen
Adressen der Fachstellen für Suchtprävention
sind hier aufgelistet.
Bei den Konzepten und Inhalten zeitgemäßer Suchtprävention kann es aber nicht nur darum gehen, Einzelpersonen zu gesundheitsbewusstem Verhalten zu motivieren. Es sind auch strukturelle Bedingungen zu fördern, die Körper, Geist und Seele gesund halten und die kreatives anstelle von konsumierendem Verhalten zum Ziel haben.