Das Projekt entstand vor dem Hintergrund, dass die vielfältigen Probleme von Krebspatientinnen wie Diagnoseschock, Lebensbedrohung, Ängste vor den Therapien bis hin zu beruflichen und wirtschaftlichen Auswirkungen in der klinisch-medizinischen Versorgung völlig außen vor bleiben. Es zielt mit seiner Arbeit darauf, bei der Hilfestellung für die Verarbeitung der Krankheit die gesamte Lebenssituation der betroffenen Frauen einzubeziehen. Den Patientinnen wird sowohl während des Klinikaufenthaltes als auch nach der Entlassung bei der Weitervermittlung Begleitung und Beratung angeboten, die sonst in dieser Weise nicht geleistet werden kann, deren Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit für den Heilungsprozess aber auf der Hand liegen. Das Projekt wird entsprechend vom Klinikchef, von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten wie auch vom Pflegepersonal hoch geschätzt.
„Mit der Diagnose ‚Krebs’ zum Leben hin!“ lautet der Leitsatz des Projekts Schmetterling, der die Suche nach ganz persönlichen Antworten auf die von den Patientinnen am häufigsten gestellten Fragen begleitet:
• Was kann ich aktiv tun, um mit meiner Situation besser umzugehen
• Wie kann ich mein neues Leben jetzt und später gestalten
• Wie lerne ich mit mir besonders sorgsam umzugehen
• Wie trete ich meiner Umwelt gegenüber
Im Bereich der Versorgung und Nachsorge geht es für das Hessische Sozialministerium bei der Unterstützung des Projekts Schmetterling um die Einbindung eines umfassenden Konzeptes der psychosozialen Begleitung und Betreuung von Krebspatientinnen in neue Versorgungsstrukturen (Disease Management Programme, DMP). Das Projekt, das inzwischen vielfältige Resonanz gefunden hat, kann als Modell für die Ausweitung dieses speziellen Konzeptes auf den gesamten Bereich der strukturierten Behandlungsprogramme für Brustkrebs gelten, und daran arbeiten zur Zeit die psychoonkologischen und psychosozialen Fachkräfte der Kliniken, die sich im Großraum Frankfurt zu einem Brustzentrum zusammengeschlossen haben.