Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Der Weltdiabetestag im Jahre 2004 widmete sich aus diesem Grund dem Thema „Diabetes und Adipositas (Übergewicht)“. Mit steigendem Gewicht erhöht sich nicht nur das Diabetesrisiko, sondern auch die Gefahr von Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten und somit das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen.
Daher ist es so wichtig, über das Krankheitsbild Diabetes, seine Risikofaktoren, die Behandlung und die Folgen Bescheid zu wissen. Auf was gilt es zu achten? Riskant ist ein Übergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 27. Der BMI wird errechnet, indem Sie Ihr Körpergewicht durch Ihre Körpergröße in Metern zum Quadrat teilen. Haben Sie Verwandte ersten Grades, die bereits an Diabetes erkrankt sind? Müdigkeit, Juckreiz, häufiges Wasserlassen und starker Durst sind weitere Warnsignale.
Oft bleibt der TYP-2-Diabetes vor der Diagnose durch den Arzt jahrelang unentdeckt. In den Jahren schlechter Stoffwechseleinstellung können Nieren, Füße, Augen und Herz bereits erhebliche Schädigungen erlitten haben. Ein großes Augenmerk gilt deshalb der Verhinderung von Folgeerkrankungen des Diabetes.
Hohe Blutzuckerwerte beim Typ-2-Diabetes lassen sich durch Bewegung, gesunde Ernährung und Gewichtsabnahme meist wieder in normale Bahnen lenken. Wenn das nicht hilft, verordnet der Arzt blutzuckersenkende Medikamente. Eine Insulintherapie kommt erst dann zum Einsatz, wenn die Wirkung von Tabletten gegen hohe Blutzuckerwerte erschöpft ist.
Die Diagnose Diabetes bedeutet heute nicht mehr, auf alles zu verzichten, was einem früher geschmeckt hat, sondern eine Umstellung des früheren Essverhaltens. Eine gemischte Kost aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst und Getreideprodukten sollte den Hauptteil der Nahrung ausmachen, fettreiches Fleisch, Wurst und Eier dagegen in Maßen verzehrt werden. Viele Diabetiker verwenden immer noch spezielle Diabetikerlebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit, Xylit, Isomalt oder Fructose, obwohl diese sich als weitgehend überflüssig erwiesen haben. Sie können bei übermäßigem Konsum blähend und abführend wirken. Bedingt durch den veränderten Stoffwechsel, haben Diabetiker auch einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen. Zur Nahrungsergänzung empfiehlt sich speziell die Gabe von Vitamin C und Selen, B-Vitaminen und Chrom, das die Insulinwirkung und die Blutfettwerte günstig beeinflusst sowie Zink, das der Körper braucht, um Insulin freisetzen und speichern zu können.
Falls Risikofaktoren für eine Diabeteserkrankung vorliegen, sollten Sie Blutzucker-, Blutdruck-, Cholesterin- und Nierenwerte regelmäßig kontrollieren. Ihre Apotheker beraten Sie in allen Fragen rund um die Erkrankung Diabetes, führen Tests durch und begleiten die medikamentöse Therapie, die der Arzt verordnet hat.