Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Nachts verarbeiten wir die Eindrücke des Tages und speichern neu Gelerntes im Gedächtnis ab. Jeder Mensch hat ein individuelles Schlafbedürfnis. Kummer und Sorgen, psychischer Stress und Angstgefühle können mitunter zu Schlafstörungen führen, die sich am anderen Morgen in Gereiztheit, Erschöpfung und Leistungsabfall äußern. Auch ein zu warmes Schlafzimmer, laute Geräusche, schwere Mahlzeiten sowie Alkohol- , Zigaretten- und Kaffeekonsum spätabends können bewirken, dass wir schlaflos in den Kissen verweilen.
Gelegentliche Schlafstörungen verkraftet unser Körper, während sich ein chronisches Schlafdefizit auf lange Sicht in einer größeren Anfälligkeit für Krankheiten und Unfälle äußert.
Damit der neue Morgen frisch erholt beginnen kann, rät die Landesapothekerkammer Hessen:
- Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind.
- Vermeiden Sie ein zu üppiges Abendessen, weil die Verdauungsarbeit den Schlaf stört.
- Nicht in den Kissen wälzen, wenn es mit dem Einschlafen nicht klappt. Dem Bett wird dadurch der Schlafreiz genommen, deshalb: Aufstehen und etwas Entspannungsförderndes tun wie z.B. ein paar Seiten in einem Buch lesen oder ein Glas warme Milch trinken.
- Jeden Morgen zur gleichen Zeit aufstehen hilft, die „innere Schlafuhr“ zu regulieren.
- Sorgen Sie für Schlafkomfort durch eine gute Matratze, atmungsaktive Bettwäsche und ein frisch gelüftetes, kühles Schlafzimmer.
Helfen diese einfachen Verhaltensregeln nicht, können Heilpflanzenextrakte aus der Apotheke schlaffördernd wirken. Ein bewährtes Mittel ist vor allem hochdosierter Baldrianwurzel-Trockenextrakt. Bis das Naturheilmittel seine volle Wirkung entfaltet, muss es über einen längeren Zeitraum von mindestens zwei Wochen eingenommen werden. Das Positive am Baldrian: Er beeinträchtigt nicht den natürlichen Schlafrhythmus und hat praktisch keine Nebenwirkungen. Daneben wirken Hopfen, Melisse oder Passionsblume, die zum Teil mit Baldrian kombiniert werden, entspannend, beruhigend und damit schlaffördernd. Auch ein Entspannungsbad mit ätherischen Ölen aus Fichtennadel oder Lavendel kann das Einschlafen fördern.
Gravierende Schlafstörungen werden in eigens dafür eingerichteten Schlaflabors diagnostisch abgeklärt und behandelt. Die Hausärzte können bei entsprechendem Verdacht überweisen. Außerdem muss untersucht werden, ob nicht Erkrankungen die Ursache für die Schlafstörungen sind.