Insektenstich
Wer allergisch auf Insekten reagiert, darf die warme Jahreszeit genauso genießen wie alle anderen und muss sich nicht etwa zu Hause verkriechen. Es ist jedoch ratsam, ein paar Tipps zu beachten, um die Gefahr eines Stichs möglichst gering zu halten.
- Schlagen Sie nicht um sich und vermeiden Sie schnelle Bewegungen, wenn Sie von Insekten belästigt werden. Die Tiere fühlen sich davon bedroht und stechen eher zu.
- Meiden Sie Lockstoffe wie Früchte, Obst, Süßspeisen, Getränke und Blumen, wenn Sie im Freien sind. Manchmal werden Bienen und Wespen auch von Parfüms, Hautpflegemitteln und Haarsprays angezogen.
- Seien Sie vorsichtig beim Grillen und Picknicken oder wenn Sie im Biergarten sitzen. Decken Sie Getränke mit einem Bierdeckel ab und kontrollieren Sie den Inhalt von Flaschen und Gläsern vor jedem Schluck. Besonders riskant ist das Trinken aus Dosen: Von außen können Sie nicht erkennen, ob womöglich eine Wespe in den Behälter gekrochen ist.
- Machen Sie einen Bogen um Abfallkörbe und Müllcontainer - sie sind Sammelstellen für Wespen. Sorgen Sie dafür, dass Müllbehälter im und am Haus immer gut verschlossen sind.
- So schön es auch ist: Gehen Sie im Freien nicht barfuß.
- Halten Sie beim Autofahren nach Möglichkeit die Fenster geschlossen. Auch wenn es noch so viel Spaß macht: Eine Fahrt im Cabrio ist für Insektengiftallergiker weniger empfehlenswert.
- Falls Sie zu einer besonders gefährdeten Berufsgruppe gehören und zum Beispiel Imker oder Gärtner sind, sollten Sie als Insektengiftallergiker spezielle Vorkehrungen treffen. Gärtner sollten bei der Arbeit mit Blütenpflanzen stets Handschuhe tragen, ein Imker kann mit entsprechender Schutzkleidung vorsorgen.
- Wer schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Insektenstich erlebt hat, sollte immer ein Notfallset dabei haben. Hilfreich ist auch, Erste-Hilfe-Medikamente zusätzlich an Orten zu deponieren, an denen Sie sich oft aufhalten, etwa im Auto oder am Arbeitsplatz.
- Eine korrekt durchgeführte Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie ist die beste Möglichkeit, einer weiteren heftigen Reaktion vorzubeugen. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob dies für Sie in Frage kommt.