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Arzneimittel richtig lagern

Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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Je nach Wirkstoff und Zubereitung brauchen Fertigpräparate unterschiedliche Lagertemperaturen. Entsprechende Angaben finden sich auf der äußeren Umhüllung und im Beipackzettel der Medikamente. Im Einzelnen bedeuten:

Raumtemperatur: zwischen 15 und 25 Grad Celsius
tiefgekühlt: unter minus 15 Grad Celsius
Kühlschrank: zwischen 2 und 8 Grad Celsius
Kalt: zwischen 8 und 15 Grad Celsius

Diese Lagerungsvorschriften gelten für die Pharmaindustrie, den Arzneimittelgroßhandel, die Apotheken und schließlich auch für den Verbraucher. Qualitätsmängel von Arzneimitteln aufgrund falscher Lagerung oder Überschreitung des Haltbarkeitsdatums können zum Beispiel Verfärbungen oder Risse bei Tabletten, eingetrocknete oder verflüssigte Salben und Cremes, Ausflockung von ursprünglich klaren Flüssigkeiten oder kristalline Ablagerungen bei Zäpfchen sein.

Daher empfiehlt es sich, die Arzneimittel in der Hausapotheke regelmäßig – besonders vor der Einnahme – auf ihr Verfallsdatum und ihr Aussehen hin zu überprüfen. Der Apotheker hilft hierbei gerne und berät rund um die vorschriftsmäßige Lagerung der einzelnen Präparate. Medikamente sollten nach Ablauf des Haltbarkeitsdatum immer entsorgt werden. Auch angebrochene Reste, insbesondere von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln, wie zum Beispiel Antibiotika, sollten nicht für eine spätere, eigenmächtige Einnahme aufbewahrt werden.

Bei Medikamenten gilt das Haltbarkeitsdatum nur für die ungeöffnete Packung. Augentropfen sind beispielsweise nach Anbruch in der Regel nur vier bis sechs Wochen haltbar. Deshalb sollte der Anwender bei Augentropfen das Aufbruchsdatum auf dem Gefäß selbst oder der Verpackung notieren. Ebenso sind Antibiotikasäfte, die für Kinder aus einem Pulver und Wasser hergestellt werden, nur begrenzt haltbar. Sie müssen darüber hinaus nach der Herstellung im Kühlschrank aufbewahrt und vor jedem Gebrauch geschüttelt werden. Fragen Sie hierzu im Einzelfall Ihren Apotheker um Rat.

Bei den in der Apotheke selbst hergestellten Arzneimitteln, den so genannten Rezepturen, gilt: Ihre Haltbarkeit ist abhängig von der individuellen Zusammensetzung. Bei der Anfertigung von Rezepturen kommen zum Teil keine Konservierungsstoffe und andere Stabilisatoren zum Einsatz. Das verringert das Risiko von Unverträglichkeiten, aber eben auch die Dauer der Haltbarkeit. Salben, Suspensionen oder Lösungen, die der Apotheker herstellt, sind für eine meist akut vorliegende Erkrankung bestimmt. Falls sie nicht vollständig aufgebraucht werden, sollte man sie nach Abschluss der Behandlung entsorgen.