Quelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Gelegentliches Sodbrennen ist unbedenklich. Oftmals helfen bereits Hausmittel wie zum Beispiel ein Glas kaltes Wasser oder kalte Milch schluckweise getrunken, Weißkohlsaft oder trockenes Brot. Zuverlässig und sofort wirken Säure neutralisierende Medikamente aus der Apotheke, so genannte Antazida, mit denen man sich rezeptfrei selbst behandeln kann. Bei stärkeren, oft wiederkehrenden Beschwerden kommen Präparate zum Einsatz, welche die Säureproduktion im Magen hemmen. Diese zum Teil verschreibungspflichtigen Mittel sollten ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit gut zerkaut beziehungsweise als flüssige Form eingenommen werden.
Sodbrennen tritt meist rund zwei Stunden nach dem Essen auf und verstärkt sich beim Liegen und Bücken. Die Beschwerden bereiten vielen Menschen schlaflose Nächte, weil die waagerechte Lage des Oberkörpers beim Schlafen den Rückfluss der Magensäure begünstigt. Daher ist es ratsam, den Oberkörper durch einen verstellbaren Lattenrost oder ein extra Kissen hoch zu lagern.
Wer zu Sodbrennen neigt, sollte nicht zu viel Fettes, Süßes, stark Gewürztes und Saures − vor allem kurz vor dem Zubettgehen − essen. Empfohlen werden indes mehrere kleine balllaststoffhaltige Mahlzeiten über den Tag verteilt. Auch die Genussgifte Alkohol und Nikotin sollten gemieden und der Kaffeekonsum eingeschränkt werden. Bei Stress und Ärger im Alltag reagiert der Magen bei vielen Menschen nervös. Deshalb empfiehlt es sich der Gesundheit zuliebe oftmals einen Gang zurückzuschalten. Weil auch ein Zuviel Körpermasse buchstäblich auf den Magen schlägt, ist es ratsam, vorhandenes Übergewicht abzubauen.