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Heilpflanzen − Helfer aus der Natur

Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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Während Wirkungen von Naturarzneien früher mündlich überliefert wurden, gibt es heute zahlreiche klinische Studien, die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit pflanzlicher Arzneimittel belegen. Einige Beispiele zeigen, welches Einsatzspektrum Naturarzneien haben: 


- Weißdorn stärkt nachweislich das Herz.
- Baldrian beruhigt, Melisse wirkt entspannend und krampflösend.
- Kamille ist eine sehr vielseitige Heilpflanze und wirkt z.B. entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.
- Bei Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Spannen in der Brust, Schlafstörungen und Reizbarkeit helfen Extrakte der Traubensilberkerze und des Mönchspfeffers.
- Gegen depressive Verstimmung kommt Johanniskraut zum Einsatz.
- Rotes Weinlaub hilft bei Venenschwäche.
- Gingkopräparate werden zur Unterstützung der Therapie von Demenz verabreicht.
- Bei Harnwegsinfekten, wie z.B. Reizblase oder beginnender Blasenentzündung, leisten Echte Goldrute, Bärentrauben- oder Birkenblätterextrakte gute Dienste. Entsprechende Blasen- und Nierentees sorgen dafür, dass Bakterien ausgeschwemmt werden.
- Kündigt sich eine Erkältung an, helfen z.B. Thymian, Eibischwurzel oder Spitzwegerich. Salbei tut dem Hals gut.
- Bei Schlafstörungen kann z.B. ein Tee aus Hopfenzapfen, Lavendelblüten oder Melissenblättern helfen.
- Brennesselwurzeln lindern Prostatabeschwerden.
- Schafgarbe wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd, Fenchel und Kümmel krampflösend und entblähend.


Bei der Anwendung von Phytopharmaka können ebenso wie bei chemisch-synthetischen Arzneimitteln Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Sie sollten daher nicht ohne eine ausführliche Beratung des Apothekers oder spezialisierten Arztes eingenommen werden. Diese beraten auch dahingehend, ob bestimmte Naturarzneien im Kindesalter, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Vorerkrankungen angewendet werden dürfen. Zur Behandlung von schwerwiegenden Erkrankungen sind pflanzliche Arzneimittel im Allgemeinen nicht geeignet. Sie können die vom Arzt verordnete Arzneimitteltherapie jedoch sinnvoll ergänzen.