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Thema:

Alkoholkonsum und seine Folgen

Gesellschaftliche Anerkennung und unbegrenzte Verfügbarkeit machen den Alkohol zu einer gefährlichen Droge

 

Alkohol zählt zu den am häufigsten benutzten Suchtmitteln. Sein übermäßiger Genuss kann eine psychische und körperliche Abhängigkeit erzeugen - mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit des Abhängigen und sein gesamtes soziales Umfeld. Seit 1968 wird Alkoholabhängigkeit als Krankheit im Sinne der Reichsversicherungsordnung (RVO) anerkannt. Die Leistungspflicht der Krankenkassen und Sozialversicherungen gilt seitdem nicht nur für die Folgeerkrankungen, sondern auch für die Abhängigkeit selbst.

„Volksdroge“ Alkohol

Trinken ist gesellschaftlich anerkannt und entsprechend weit verbreitet. Die Zahl der Alkoholabhängigen in Hessen wird auf 180.000 – 200.000 geschätzt. Besonders gefährlich wird Alkohol dadurch, dass er als legale Droge praktisch unbegrenzt verfügbar ist. Gesetzliche Einschränkungen des Alkoholkonsums bietet in Deutschland lediglich das Jugendschutzgesetz. Es schreibt vor, dass in Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren generell keine alkoholischen Getränke abgegeben werden dürfen und ihnen der Verzehr nicht gestattet werden darf. Für Spirituosen gilt dieses Verbot bis 18 Jahre.

Kampagne gegen Alcopops

Trotz des Jugendschutzgesetzes haben sich alkoholhaltige Mixgetränke auf Limonadenbasis zu einem Trendgetränk bei Kindern und Jugendlichen entwickelt. Dabei enthalten die so genannten Alcopops etwa dieselbe Menge reinen Alkohols wie zwei Gläser Schnaps. Daher macht das Hessische Sozialministerium Eltern und Einzelhändler seit 2004 im Rahmen einer Kampagne auf die Gefahren von Alcopops aufmerksam.

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