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Wechseljahre der Männer

Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

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Gibt es sie wirklich?

 

Auf diese Frage hat die Wissenschaft bisher noch keine endgültige Antwort. Andropause - das Pendant zur weiblichen Menopause-, Klimakterium virile oder auch PADAM (partial androgenic decrease in an aging male) - Fachausdrücke für die Wechseljahre bei Männern finden sich einige. Und es spricht auch einiges für ihre wirkliche Existenz. Fest steht jedenfalls, dass auch beim so genannten starken Geschlecht die Hormonproduktion mit zunehmendem Alter abnimmt. Und der Mann in den besten Jahren zeigt auch durchaus Symptome, die denen von Frauen in den Wechseljahren gleichen.

Das Klimakterium ist also nicht, wie lange angenommen, ein Privileg der Frauen - auch Männer kommen in die (Wechsel-) Jahre.

 

Woran liegt's?

 

Wer das Wort Wechseljahre hört, denkt wie selbstverständlich sofort an Frauen. Doch weit gefehlt: Etwa zwischen dem fünfunddreißigsten und dem fünfzigsten Lebensjahr holt auch den Mann das Alter ein.

Denn nicht nur bei Frauen nimmt die Produktion von Hormonen mit steigendem Alter ab. Auch bei Männern kommt es zu einem Abbau der Hormone. Während jedoch bei der Frau als untrügliches Zeichen des Alters die Regelblutung ausbleibt, fehlt beim Mann ein solches objektives Zeichen. Bei ihm vollzieht sich das Ganze eher schleichend. Doch anders als bei der Frau bleibt die Zeugungsfähigkeit des Mannes etwa bis zum siebzigsten Lebensjahr erhalten.

Allerdings sinkt zwischen 40 und 70 die Konzentration des männlichen Sexualhormons Testosteron jährlich um etwa ein Prozent. Entscheidend ist jedoch nach Meinung von Experten die gestörte Balance zwischen verschiedenen Hormonen. Es ist also nicht nur das berühmt-berüchtigte erniedrigte Testosteron Schuld. Auch zum Beispiel Wachstumshormon, Melatonin, DHEA und Östrogen spielen eine Rolle.

Doch nicht nur das Alter wirkt sich ungünstig auf die Hormone aus. Auch zum Beispiel familiäre Veranlagung, zu wenig Bewegung, Stress, Partnerprobleme oder Störungen des Immunsystems können die Hormone negativ beeinflussen. Die größten Feinde des männlichen Sexualhormons Testosteron sind Alkohol, Nikotin und Stress.

 

Wichtig!

 

Auch wenn sich die Diagnose Wechseljahresbeschwerden anbietet, müssen immer andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, die ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Dies können zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Prostata-, Leber- oder Schilddrüsenerkrankungen oder auch Reaktionen auf Medikamente sein.

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