Gesund in Hessen

Das hessische Gesundheitsportal

Logo Landesapothekerkammer Hessen

Informationsanbieter:

Landesapothekerkammer Hessen

Volksleiden Gicht – richtige Ernährung beugt vor

Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Bildquelle: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Gicht Erkrankten wird empfohlen, auf den Purin- bzw. Harnsäuregehalt von Lebensmitteln zu achten und diesen einzuschränken. Eine purinarme Kost sollte die Aufnahme von 500 mg Harnsäure durch Lebensmittel nicht überschreiten.


Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beinhalten zum Beispiel allein 100 g gegrilltes Hähnchen 240mg Harnsäure, während eine mittelgroße Tomate gerade 8mg Harnsäure und 200ml Trinkmilch oder Joghurt gar keine Harnsäure enthalten.
Vorsicht also bei stark harnsäurehaltigen Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel:
• Innereien, Schalen- und Krustentiere (z.B. Krabben, Hummer), Ölsardinen und geräucherte Makrele
• Haut von Fisch, Geflügel und Schwein
• Große Mengen an Fleisch und Wurst (mehr als 100g/Tag)
• Hülsenfrüchte: weiße Bohnen,  Erbsen, Linsen
• Viel Alkohol, denn nach Alkoholgenuss kommt es zur sog. Lactazidose. Dadurch ist die Harnsäureausscheidung eingeschränkt. Vor allem Bier  - auch alkoholfreies! – hat einen relativ hohen Puringehalt.

Generell empfiehlt sich eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Salat, Kartoffeln und Vollkornprodukten. Bevorzugte Eiweißquellen sind fettarme Milchprodukte. Darüber hinaus sollte reichlich Flüssigkeit getrunken werden -  mindestens 2 - 2,5 Liter pro Tag -  vor allem in Form von Mineralwasser, Tee, oder Fruchtsaftschorlen. Fleischbrühe kann zum Beispiel durch Gemüsebrühe ersetzt werden. Von Gicht geplagte sollten regelmäßig ihr Gewicht kontrollieren und vorhandenes Übergewicht verringern. Deshalb heißt es für sie: Viel bewegen und Sport treiben.